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Lösungen zur dezentralen Warmwasserbereitung in Arztpraxen

Wärmeverluste durch lange Leitungswege sind ausgeschlossen

Die dezentrale Warmwasserbereitung und Heizen mit Strom ist in Arztpraxen ohne zentrale Warmwasserversorgung eine sinnvolle Alternative. Grundsätzlich stehen zwei "Systeme" zur Warmwasserbereitung zur Verfügung: Der Elektro-Durchlauferhitzer und Elektro-Warmwasserbereiter. Beide Systeme haben ihre individuellen Vorteile und Stärken um schnell warmes Wasser an unterschiedlichen Entnahmepunkten (wie bspw. Handwaschbecken) in der Arztpraxis zu gewährleisten.

Die dezentrale Warmwasserbereitung und Heizen mit Strom ist in Arztpraxen ohne zentrale Warmwasserversorgung ein sinnvolle Alternative. Bei der Vielzahl entfernt liegender Zapfstellen, wie es in Arzt- und Zahnarztpraxen häufig der Fall ist, liefern Durchlauferhitzer und Warmwasserbereiter sofort schnell warmes Wasser. Wärmeverluste durch lange Leitungswege sind ausgeschlossen. Ebenso können durch die individuelle Warmwasserbereitung zusätzlich notwendige Zirkulationsleitungen zur Warmwasserversorgung eingespart werden. Die sofortige Verfügbarkeit von Warmwasser an den einzelnen Entnahmestellen lassen Durchlauferhitzer und Warmwasserbereiter konkurrenzlos dastehen.

Mini-Durchlauferhitzer zum Händewaschen optimal geeignet

Durchlauferhitzer heizen das Wasser mit Strom (Blankdraht-Heizsystem) im Moment der Wasserentnahme bis zu 60° auf. Dies bedeutet kurzzeitig eine sehr hohe Leistungsaufnahme = Stromverbrauch. Dies hat aber den Vorteil, dass lediglich in dem Augenblick Strom verbraucht wird, in welchem tatsächlich Warrmwasser benötigt und verbraucht wird. Eine Warmwasserbereitung auf "Vorrat" über Nacht oder am Wochenende ist daher ausgeschlossen. Für Handwaschbecken in Arzt- und Zahnarztpraxen, an denen nur selten und wenig warmes Wasser zur Verfügung stehen muss, eignen sich Kleindurchlauferhitzer (230V) mit 3 bis 4 Kw/h Leistung. Durch ihre kompakte und dadurch platzsparende Bauweise ermöglichen sie eine flexible Montage auch bei beengtem Raum unter Waschtischen oder im Praxismöbel. Für einen größeren Warmwassermengenbedarf, wie zum Beispiel in der OP-Vorbereitung oder z. B. in der Personaldusche werden Durchlauferhitzer mit einer größeren Wasserdurchflussmenge eingesetzt. Marktüblich sind Durchlauferhitzer die mit 18 bis 33 Kilowatt ausgelegt sind. Durch die erhöhte Leistungsaufnahme von Durchlauferhitzern sind ausschließlich fast alle zum Anschluss an das dreiphasige Drehstromnetz vorgesehen. Beim Betrieb von mehr als einem Durchlauferhitzer in der Arztpraxis sind durch den erhöhten Momentan-Stromverbrauch schnell die Grenzen des Hausstromanschlusses erreicht.

Kleinspeicher werden mit einem 230 V-Anschluss betrieben

Warmwasserbereiter sind Kleinspeicher 5-15 mit Liter, Wandspeicher mit 30 bis 150 Liter oder Warmwasser-Standspeicher mit 200 bis 1000 Liter zur Verfügung. Diese "Systeme" halten im Gegensatz zu Durchlauferhitzern eine gewisse (begrenzte) Menge an Warmwasser vor. Kleinspeicher zur Untertischmontage verfügen meist über stufenlose Temperatureinstellung zwischen 35 °C und 85°C. Kleinspeicher benötigen im Gegensatz zu Durchlauferhitzer durch Ihre geringere Leistungsaufnahme lediglich einen 230-V-Anschluss mit Schutzkontaktstecker. Nachteil ist der konstante Stromverbrauch durch das Vorhalten der geräteabhängigen Speichermenge an Warmwasser.

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Große Speicher versorgen komplette Praxen aus dem Stand mit warmem Wasser

Fazit: Grundsätzlich sollte bei der Praxisplanung überlegt werden, ob in Gebäuden ohne Warmwasserversorgung diese innerhalb der Praxis über einen großen Standspeicher mit einem Inhalt von 200 bis 1000 Litern realisiert wird (bei großen Praxen mit vielen Entnahmestellen sinnvoll). In kleineren Praxen oder bei der Nachrüsten an einzelnen Entnahmestellen ist der Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher eine komfortable und effiziente Lösung.

Bild-Quelle: Stiebel Eltron

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15.02.2010 | Rubrik: Praxis Ausbau, Praxis Umbau, Tipps & Tricks | 0 Kommentare

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