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Planer und Handwerker machen HDI-Turm wieder fit

Das HDI-Gebäude nahe dem Innenstadtring fällt jedem auf. Mit seinem gläsernen Rundgiebel ist es an der Eisenbahnstraße ein Hingucker. Doch im Inneren war der markante 6-Geschosser der Talanx AG (HDI Versicherungen) in die Jahre gekommen. Drohte, zu einer Problem-Immobilie zu werden. Das ist vom Tisch, seit sich hier neue Unternehmen einrichten. Darunter SPOORTH, ein neues Zentrum für Sport-Diagnostik und -Therapie. Beim Ausbau der Räume über zwei Etagen führte das Leipziger Unternehmen PraxenProfi® Regie. „Für uns war es eins der komplizierten Projekte", berichten Firmenchef HOLGER BRUMMER und Projektleiter STEPHAN POHL.

Von Haus aus projektiert PraxenProfi® vorrangig Arztpraxen. Diesmal hatten Sie für den Ausbau des eben eröffneten Sport- und Therapiezentrums in der Eisenbahnstraße 1 - 3 den Hut auf. Wie ist es gelaufen?

HOLGER BRUMMER: Diesmal lag der Fokus unserer Arbeit nicht auf dem medizinisch-technischen Bereich, sondern erstmals gehörte auch der Ausbau eines Ladengeschäftes - im SPOORTH -Erdgeschoss - zu unserem Leistungspaket.

Durch unsere Erfahrungen aus dem Arztpraxisbau kennen wir natürlich die Abfolgen und Abhängigkeiten im Rahmen solcher Arbeiten. Im Grunde greifen wir planerisch wie bautechnisch auf bestimmte normierte Bauschritte zurück. Nur die Rahmenbedingungen sind bei jedem Vorhaben andere. Dieses Mal existierten in dem Gebäude gleich drei Bauvorhaben- eines davon in unserer Regie. Zunächst musste das in den 1990ern entstandene Gebäude erst mit dem geforderten Sicherheitstreppenhaus ausgestattet werden. Das war die Bedingung, bevor überhaupt was losgehen konnte. Alles in allem brauchte die Vorbereitung ein umfangreiches Procedere.

STEPHAN POHL: Die ersten Gespräche zum SPOORTH-Auftrag gab es schon vor eineinhalb Jahren. Aber zwischenzeitlich wechselte der Architekt und der Ablauf kam planerisch ins Stocken. Letztlich ein ziemlich zeitintensiver Kraftakt. Es galt alle sicherheitstechnischen Auflagen für das Gesamtgebäude hinsichtlich Brandschutzanlagen, Sicherheitsbeleuchtung usw. auch auf unser Baufeld zu übertragen, quasi das SPOORTH-Vorhaben in das Ganze hineinzuheben. Andernfalls hätte es am Ende keine Abnahme gegeben.

Verkaufswand des Spoorth-Leipzig im Erdgeschoss.

Vor einem Jahr - im November 2016 nahm das Projekt dann Fahrt auf, Mitte Juli 2017 begann der Ausbau und im Oktober schließlich folgte die Eröffnung.

Bei den Arbeiten mussten unterschiedlichste Gewerke eingebunden werden. Wie bringt man die als Projektverantwortlicher alle unter einen Hut?

HOLGER BRUMMER: Bei uns gibt es das bewährte Prinzip, schon im Vorfeld die Schritte zu durchdenken, vorzuplanen und vorzugeben. Anschließend haben wir die Vorbereitung der Arbeiten für die Beteiligten selber in die Hand genommen und vorangetrieben. Praktisch sieht das so aus: Wir organisieren für die Gewerke z.B. Abläufe und Materiallieferungen, sie mussten die einzelnen Arbeiten „nur" noch ausführen. Denn aus unserer Sicht bringt es nichts, die Gewerke einfach reinzuschicken mit der Bemerkung ‚Macht mal. Wir schauen dann, was am Ende rauskommt'.

Die Kunst besteht darin, möglichst weit und auf den Punkt vorzudenken. Der Bauzeitenplan entstand, da war alles erst Baufeld, es lagen noch keine Statik-Berechnungen und anderes vor. Zu so einem frühen Zeitpunkt mussten von uns aber beispielsweise schon die Radien für eine geschwungene Verkaufswand bestimmt und exakt dazu die Fliesen in Italien eingekauft werden.

Kurz gesagt - die gesamte Bauzeit war eine Aneinanderreihung von Meilensteinen, an keiner Stelle durfte es haken oder etwas schiefgehen. Hier zahlte sich aus, dass wir mit Tischlern, Trockenbauern, Installateuren, Treppenbauern und weiteren Gewerken kooperierten, mit denen wir vorher schon gut zusammengearbeitet hatten.

Trotzdem war es eines unserer komplizierten Projekte. Denn Termine, Interessenlagen und sehr viele Schnittstellen mussten erst mal so zusammengeführt werden, dass alle Beteiligten an einem Strang zogen und zusammen auf den Punkt X - die Eröffnung - hinarbeiteten.

Wie sah es bei der Schlussrechnung mit den Kosten aus?

STEPHAN POHL: Unser Auftraggeber war natürlich angetan, dass wir noch unter dem vorgesehenen Kostenrahmen rausgekommen sind. Was am Bau nicht alltäglich ist. Zwischen der ursprünglichen Kostenschätzung bis zur tatsächlichen Abrechnung lagen viele Monate der Planung und Ausführung. Zum frühen Zeitpunkt der Kostenschätzung gibt es manche Unbekannte, dazu kommen Planungsdetails und wachsende Nutzeranforderungen. Das alles beeinflusst die Kosten und kann sie am Ende deutlich erhöhen.

Spoorth Diagnostik im Obergschoss mit Treppenaufgang.

Auffallend ist der breite Innenaufgang, der vom SPOORTH-Ladengeschäft im Erdgeschoss zu den Backstage-Bereichen in der ersten Etage führt. Wie hat das bautechnisch funktioniert?

STEPHAN POHL: Für diesen Abschnitt gab es mehrere Kernetappen - am Anfang standen die statischen Berechnungen für die Deckenöffnung, die Treppengestaltung stammt von der Innenarchitektin Sibylle Kasel, der Statiker musste die Treppe rechnen und wir haben das dann baulich umgesetzt. Pünktlich Mitte Juli schließlich musste das Deckenloch fertig sein, danach waren die nächsten Bauabschnitte überhaupt erst möglich.

Bei Umbauten innerhalb einer Bestandsimmobilie redet auch das Bauamt mit. Wie lief das beim SPOORTH-Projekt?

STEPHAN POHL: Manche Prozesse zogen sich ziemlich hin, weil das Gebäude aus Sicht der Behörde sehr sensibel war. Wir selbst hatten nicht direkt mit dem Bauamt zu tun. Unser Ansprechpartner war vielmehr der Projektsteuerer der Immobiliengesellschaft der Talanx AG als Eigentümer. Der Projektsteuerer führte alle erforderlichen Unterlagen z.B. zum Brandschutz, Statik-Nachweise zusammen. Ihm mussten wir unsere Nachweise zuarbeiten.

Jetzt nach der Eröffnung kann man sich als ambitionierter Radfahrer oder Leipzig Marathon-Läufer bei SPOORTH leistungsmäßig checken lassen. Haben Sie selber hier schon getestet, wie Sie sportlich und konditionell drauf sind?

Einblick in den Spoorth-Verkaufsbereich und Treppenaufgang zum Labor.

STEPHAN POHL: Na ja, bis jetzt fand sich dafür keine Zeit. Wir waren vor allem in Ausbau und Einrichtung des Objekts involviert. Aber für so eine Leistungsdiagnostik würde ich mich im Fahrrad-Labor mal auf so ein Rad setzen. Das könnte schon interessant sein.

Was mir übrigens bei dem Projekt echt gefallen hat - man merkte, dass die meisten Beteiligten bis zum Geschäftsführer alles Sportler sind oder waren. Einige sogar Leistungssportler. Jeder stand schon mal in irgendeiner Mannschaftsdusche. Das wirkt sich irgendwie auch auf die Zusammenarbeit aus - alle sind fair miteinander umgegangen. Ganz normal, dass bei einem Projekt auch mal was schiefläuft - dann hieß es „Wie bekommen wir es gelöst?" Und nicht „Wer ist schuld?" In der Zusammenarbeit ist das nochmal ein ganz anderer Beat.

Das Interview führte: M. D.

Anschrift und Telefon
SPOORTH Leipzig
Eisenbahnstr. 1-3
04315 Leipzig

Öffnungszeiten SPOORTH Leipzig
Montag - Freitag 10.00 - 19.00 Uhr
Samstag 10.00 - 14.00 Uhr

KONTAKT
Telefon: 0341 68 65 31 20
Internet: www.spoorth.de
E-Mail: info@spoorth.de

Bilder und tolle Ansichten aus dem 2017 neu eröffneten Spoorth-Geschäft in der Leipziger Eisenbahnstraße >> Refernzbilder

Weitere Informationen unter Spoorth-Aktuell>> hier.

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Holger Brummer

Autor Holger Brummer schreibt als Unternehmer aus seiner Praxis für Praxen. Als Inhaber seines Unternehmens PraxenProfi® ist er Experte und Ansprechpartner rund um alle Fragen zu Standort, Errichtung, Entwicklung und Erhaltung von Praxen für Ärzte, Zahnärzte und Therapeuten.

16.11.2017 | Rubrik: Praxis Ausbau, Referenz-Berichte | 0 Kommentare

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