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Urindurchreiche aus den Patienten-WCs ins Labor einer Arztpraxis

Welche Arztpraxis braucht eine Urindurchreiche? Ganz klar: Allgemeinmediziner/Hausärzte, Internisten, Gynäkologen und Urologen - jeder Arzt, dessen Patienten dann und wann eine Urinprobe als Voraussetzung für einen ärztlichen Urintest abgeben.

Mit diesem klärt der Arzt Krankheiten ab oder kontrolliert den Verlauf derselben. Eine Laboruntersuchung des Urins deckt Indizien für Erkrankungen von Nieren- und Harnsystem oder Stoffwechselerkrankungen - beispielsweise Diabetes - auf.

Vorausgreifende Maßnahmen in der Arztpraxis:

  • Der Patient muss sich vor der Abnahme des Urins gründlich reinigen können.
  • Ein unverfälschtes, nicht von externen Bakterien verunreinigtes Laborergebnis erzielt man durch die Verwendung von Mittelstrahl-Urin. Hierfür wird der "mittlere" Teil Urin in einem Becher aufgefangen.

Arbeitsabläufe in der Praxis straffen

Für die gründliche, ungestörte und technisch einwandfreie Abnahme eines Urintests ist ein Patienten-WC mit Anbindung an das Labor vonnöten. In getrennten Patiententoiletten sollte sich eine Urinschleuse im gemeinsam genutzten Vorraum des WCs befinden - oder es gibt jeweils von Damen- und Herren-WC eine Urindurchreiche ins Labor.

Damit werden die Arbeitsabläufe in der Praxis merklich gestrafft - das Laborteam kann die Urinprobe direkt am Arbeitsplatz aus der Urinschleuse nehmen, den Test durchführen und die Probe im Anschluss im Ausgussbecken entsorgen.

Freilich sind die baulichen Gegebenheiten manchmal so, dass Patienten-WC und Labor definitiv nicht aneinandergrenzen. In dem Fall kann ein separater Raum - exklusiv für die Arbeitsgänge der Urinuntersuchung - geplant werden, welcher mit einer kleinen Arbeitszeile nebst Ablagemöglichkeit und Ausgussbecken und damit für Urintests vollumfänglich ausgestattet ist.

Diskretion und Komfort für den Patienten

Für den Patienten ist es wesentlich komfortabler, seinen Urinbecher direkt vom Patienten-WC in eine Urinschleuse zu stellen, als vor den Augen sämtlicher wartender Patienten mit seinem Becher durch einen langgezogenen Praxisflur zum Labor zu laufen und die Probe erst dort in eine Urindurchreiche zu stellen oder gar an der Rezeption einer Schwester auszuhändigen.

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Holger Brummer

Autor Holger Brummer schreibt als Unternehmer aus seiner Praxis für Praxen. Als Inhaber seines Unternehmens PraxenProfi® ist er Experte und Ansprechpartner rund um alle Fragen zu Standort, Errichtung, Entwicklung und Erhaltung von Praxen für Ärzte, Zahnärzte und Therapeuten.

15.09.2014 | Rubrik: Praxis Umbau, Praxis im Betrieb, Tipps & Tricks | 4 Kommentare

Kommentare

Michael Herrmann schreibt am 30.11.16 14:11:

Preisanfrage für 2 Stück
Urindurchreiche wenn möglich
Breite 400 mm Höhe 250 mm

Sehr geehrter Herr Hermann,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Auf der neuen Seite: Urindurchreiche.de können Sie demnächst Urindurchreichen individuell konfigurieren und bestellen oder auf standardisierte Urindurchreichen mit kurzen Lieferzeiten zurück greifen. Ebenso interessant für Architekten, Planer und Einrichter sind downloads Ausschreibungstexte, technische Zeichnungen oder technische Merkblätter zum Produkt.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Brummer

Marc Reininger schreibt am 11.09.18 16:29:

Guten Tag Herr Brummer,
ist es wirklich zulässig, den Patientenurin ins Labor-Waschbecken (und nicht in die Toilette) zu entsorgen?
Danke für Ihre Mühe!
Freundliche Grüße,
Dr. med. M. Reininger

Sehr geehrter Herr Dr. Reiniger,

die Entleerung der Urin-Probenbecher geschieht in ambulanten medizinischen Einrichtungen tatsächlich so wie von Ihnen beschrieben.

Je nach Raumfunktion werden die Probenbecher im Handwaschbecken oder Spülbecken aller Bauarten (Keramik, Edelstahl, Mineralstoff) entleert.

Eine spezielle Vorschrift zur Regelung der Urinentsorgung ist mir nicht bekannt. Im medizinischen Alltag ist es vergleichsweise ebenso zulässig wie medizinisches OP-Besteck und Instrumente in der Spüle vorzureinigen, bevor es in den Desinfektions- und Sterilisationsvorgang weiter gelangt.

Anders sieht es im klinischen/ stationären Bereichen aus, wenn hier beispielsweise Röntgenkontrastmittel oder Arzneimittel im Urin in steigender Konzentration den Wasserkreislauf belastet, gibt es Vorschriften zur Urinsammlung in Behältern und der als Sonderabfall entsorgt wird.

Im medizinischen Labor wird immer öfter neben einem Spülbecken (unrein) ein zweites & getrenntes Handwaschbecken (rein) gefordert. So das die Reinigung von Instrumenten oder das entleeren von Urinproben nicht mit der Handreinigung und Handdesinfektion in Verbindung steht. Probleme mit Urinstein und Geruchsbildung sind mir aus medizinischen Einrichtungen nicht bekannt. Hier sind die Reinigungszyklen entsprechend häufig.

Freundliche Grüße aus Leipzig,
Holger Brummer

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