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Die Neue ist aalglatt, wie aus einem Guss

Die neu entwickelte Urindurchreiche für ambulante und stationäre medizinische Einrichtungen wie Arztpraxen, Klinik und Krankenhaus.

Made in Leipzig: Startup schickt neuentwickelte Urindurchreiche ins Rennen

Aus der Ideenschmiede in Leipzig-Plagwitz gibt's Neuigkeiten. Hier haben Kreative eine Innovation entwickelt, die Medizinern und Architekten beim Artzpraxisneubau die Arbeit erleichtert. Diese Urin-Durchreiche - ein neues, diskretes Teil - schicken sie jetzt an den Start. Was haben sich die Entwickler um Holger Brummer von der Firma PraxenProfi® eigentlich dabei gedacht?

In dem alten Leipziger Industrieviertel Plagwitz bestimmen immer noch viele unverwüstliche Backsteinbauten und Produktionshallen aus der Gründerzeit das Bild. Nur dass hinter den Werkstoren schon lange nicht mehr an Fließbändern malocht werden muss. Im Laufe der Jahre wurde flächendeckend saniert, haben sich hier junge Firmen, Designer, Ingenieurbüros und Startups eingerichtet. Dort, mittendrin im historischen Schlothof sitzt die Firma PraxenProfi. Ihr Geschäftsfeld: Projekte zum Um- und Ausbau von Facharztpraxen, Ärztehäusern und Klinikbereichen.

Wie jetzt - neue Generation?

Hier hat Firmeninhaber Holger Brummer jetzt ein Startup ins Rennen geschickt. "White Flap medical" - so der Name des Produktes steht für eine Urindurchreiche der neuen Generation. Neue Generation? "Kann man tatsächlich so sagen", erklärt Holger Brummer und erinnert sich, wie alles in Gang kam.

Er und seine Mitarbeiter benötigten seit Jahren beim Praxenausbau immer wieder herkömmliche Durchreichen zum Einbau zwischen Patienten-WC und Praxislabor. Jedes Mal mussten diese Teile individuell geplant, beim Tischler - verbunden mit längeren Lieferzeiten - beauftragt und mit ziemlich großem Aufwand gebaut werden. Herausgekommen ist letztlich immer eine einfache Durchreiche aus Schichtholz mit innenliegenden, großen Türbändern, Spalten und Fugen. Holger Brummer: "Das alles war keine echte Lösung." Ihm schwebte vielmehr vor, die Vorrichtung weitgehend zu standardisieren und den Anteil individueller Maße zu minimieren, damit sie am Ende in Serie gefertigt werden kann. Mit etlichen Praxiseinrichtern habe er über diese Idee gesprochen, die hätten aber direkt davon abgeraten. Das häufigste Argument: Viel zu hoher Aufwand, denn jedes Ausbauprojekt sei schließlich individuell. Da hatte sich die Idee bei ihm aber schon festgesetzt.

Gibt es auf dem Markt überhaupt genügend Interesse?

Anfangs wurde zunächst die klassische Urindurchreiche beim Tischler beauftragt, immer gleich 10 Stück davon vorgefertigt, um sie bei Bedarf ohne lange Lieferzeit abzurufen.

Variabel waren hier dennoch das Maß, das sich aus der Wandstärke beim Kunden vor Ort ergibt und die Öffnungsrichtungen der Türen. "Wir wollten einfach testen", so Holger Brummer "ob es auf dem Markt überhaupt Interesse gibt. Und wenn ja, bei wem."

Ziemlich schnell stellte sich tatsächlich heraus, dass drei Gruppen mit so einer vorgefertigten Urindurchreiche angesprochen werden. Zum einen Architekten und Planer, die im Rahmen ihrer Projekte für Kliniken, Ärztehäuser oder Arztpraxen auf die vorgefertigte Urindurchreiche mit allen technischen Daten stoßen und das Produkt in ihre Planungen integrieren. Und es gibt auch viele Mediziner, die beim Umbau ihrer Praxis eng mit ihrem Projektanten zusammenarbeiten und sehr genau auf Details schauen. Sie möchten oft direkt so eine Durchreiche eingebaut haben und legen das ihrem Architekten nahe.

Nachfrage ermutigt zum Weitermachen

Mit diesen Marktrecherchen und Erfahrungen kam die Nachfrage nach dem Vorläufer des jetzigen neuen Modells gut in Gang. Das motivierte, dranzubleiben und das Produkt Urindurchreiche zu perfektionieren.

Womöglich war es eine günstige Fügung, dass im Firmengelände gleich gegenüber die Designer vom Studio Hartensteiner ihren Sitz haben. Holger Brummer und Produkt-Designer Jan Hartmann (im Foto v.l. zur Designers Open 2017 in Leipzig / Foto: PraxenProfi) kamen ins Gespräch und lotete schließlich gemeinsam innovative Möglichkeiten aus: Wie lässt sich die Urindurchreiche noch weiter standardisieren, geht es auch Fugen arm und lässt sich der Herstellungspreis der bisherigen Holzdurchreiche deutlich unterbieten? Jan Hartmann jedenfalls fand diese Zielmarken von Anfang an hochinteressant zumal es für ein Produkt in dieser Form noch keinen Anbieter gibt.

Jetzt, einige Monate später ist der Prototyp von "White Flap medical", einer Durchreiche der neuen Generation fertig. Als Material entschieden sich die Entwickler für den Mineralwerkstoff HI-MACS®. Die Konstruktion weist damit ein hohes Maß an Fugenfreiheit auf, lässt sich vom Material her gut desinfizieren und leicht reinigen. Damit stehen die hygienischen Gegebenheiten im Einklang mit den RKI-Richtlinien. Das Ganze ist nun aalglatt, sieht aus wie verschweißt und aus einem Stück. Produkt-Designer Jan Hartmann: „Wir haben die Gestaltung so angelegt, dass es eine homogene Oberfläche ergibt. Heißt, die Teile werden geklebt, damit keine Ecken und Spalten bleiben, in die etwas reinfließen kann."

Im Ideen-Pool ist noch mehr drin

Als einziges individuelles Maß für den Einbau blieb - abgesehen von den individuellen Öffnungsrichtungen der Türen - die jeweilige Wandstärke vor Ort beim Kunden übrig. Alles andere ist standardisiert, vorgefertigt, optisch wandelbar, just in time verfügbar und hier im Detail erklärt http://www.urindurchreiche.de/. Allerdings ist der Ideen-Pool noch nicht ausgeschöpft. Im Gespräch sind Gestaltungsvarianten in verschiedenen Farben, mit dezenten Motiven passend zu einer Kinderarzt- oder Gynäkologie-Praxis. Andere Überlegungen drehen sich z.B. um weitere Einsatzmöglichkeiten im Praxisalltag, z.B. eine Edelstahl-Version für Räume mit erhöhten Anforderungen oder für Durchreichen in den Sterilisationsraum. Als nächstes wird auch der Service rund um das Produkt betrachtet. Beispielsweise Becherspender, Desinfektionsmittel-Spender, Einsätze - quasi ein Rundum-Paket als Baukasten zum Nachrüsten.

Wie Erfahrungen besagen, suchen Ärzte und Praxispersonal online öfter nach Lösungen für eine diskrete "Logistik" von Urinproben. Holger Brummer erhielt dazu schon häufig Anfragen aus Praxen, die gerade beim Um- und Ausbau sind. Von der Sache her wollen sie eine Vorrichtung mit glatter Oberfläche, ohne Griff und Scharniere, die nur stören. Für die neu entwickelte Durchreiche - also ein einfaches Produkt mit eben diesen Eigenschaften und modernem Design - liegen mittlerweile erste Bestellungen vor.

Komfortabel und "Made in Leipzig"

Ein anderer Anspruch der Entwickler lautet: Planung und Einbau der Durchreiche sollen möglichst komfortabel sein. Heißt - Architekten können jetzt ein fertiges Produktpaket ohne lange Lieferzeiten abrufen. Dazu das technische Merkblatt mit allen Vorgaben, die nicht nochmals Detail für Detail mit den Kunden abgesprochen werden müssen, stattdessen direkt in die Planung integriert werden können. Auf die bestehende Lösung zurückgreifen zu können, dürfte Architekten und Planern einiges an Ressourcen sparen. Übrigens auch den Ausbaufirmen durch eine online verfügbare Einbauanleitung.

Was den Entwicklern um Holger Brummer noch am Herzen liegt: Sie wollen in Sachen Urindurchreiche der neuen Generation ihrem Vorsatz "Made in Leipzig" treu bleiben. Bis jetzt hat es funktioniert. Die Ideen, das Design, den CNC-gesteuerte Zuschnitt, die Pulverbeschichtung bis zum Zusammenbau des Produktes - alles besorgen regionale Kooperationspartner. Und läuft es weiter wie geplant, bleibt es wohl nicht nur bei den ersten Anfragen auch aus der Schweiz und Luxemburg.

WHITEFlap medical - Broschüre

Holger Brummer

Autor Holger Brummer schreibt als Unternehmer aus seiner Praxis für Praxen. Als Inhaber seines Unternehmens PraxenProfi® ist er Experte und Ansprechpartner rund um alle Fragen zu Standort, Errichtung, Entwicklung und Erhaltung von Praxen für Ärzte, Zahnärzte und Therapeuten.

22.12.2017 | Rubrik: Praxis im Betrieb, Pressebereich, Produkte für Praxen | 0 Kommentare

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