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Anregungen für ärztliche Funktionsbereiche einer Praxis

Tag für Tag wird der medizinische Behandlungsbetrieb einem unbestechlichen Alltags-Test unterzogen. Bei vielen Projekten in Arztpraxen konnten wir sehen, wie der Alltags-Test funktioniert, wo sich Änderungen erforderlich machen und Nachbesserungen anbieten. Bei Ärzten zeichnet sich beispielsweise in vielen Fällen deutlich ab, dass ihnen an zusätzlichen Voraussetzungen für eine arbeitsteilige Praxisorganisation gelegen ist. Sprich an Räumlichkeiten für eine oder mehrere Assistenzarztstellen.

Weiteres Sprechzimmer für eine Assistenzarztstelle

Mit Blick auf eine Optimalstruktur ihrer Praxis wünschen sich Mediziner ein weiteres Sprechzimmer. Der Effekt - es ermöglicht eine Assistenzarztstelle und beide Mediziner könnten gleichzeitig praktizieren, die Arbeitszeiten müssten nicht versetzt organisiert sein. Zugleich lässt sich der laufende Praxisbetrieb verbessern. Außerdem können sich die Befragten sehr gut weitere Behandlungszonen für den Arzt vorstellen, sprich zusätzliche oder größere Untersuchungs- und Behandlungsräume u.a. für eine freistehende Behandlungsliege.

Nicht mehr über den Praxisflur müssen

Andere Wünsche ergeben sich aus der individuellen Arbeitsweise des Behandlers. Mancher Arzt möchte intern von einem ins andere Sprechzimmer gelangen, ohne von wartenden Patienten gesehen oder womöglich angesprochen zu werden. Andere Behandler wechseln über den Praxisflur in die verschiedenen Behandlungszonen. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

Raum für ungestörte Gespräche

Oft angesprochen: Ein eigenes Arzt-Büro. Es bietet Rückzugsraum, Platz für ungestörte Gespräche mit Mitarbeitern, Vertretern oder Besuchern abseits des Praxisbetriebes. Außerdem schafft ein geschützter Arztbereich Raum für eine Liegemöglichkeit zur Regeneration, zur Meditation in der Mittagspause oder eine Schlafmöglichkeit bei Bereitschaftsdiensten. Auch für die eigenen Kinder, die nach Schule oder Kita hin und wieder Zeit in der Praxis verbringen, wünscht sich manche Medizinerin einen geschützten Bereich in seiner Praxis.

Trennung der WC-Bereiche

Hoch im Kurs steht bei Ärzten auch eine separate Dusche in der Praxis, wenn sie z.B. mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen oder sich nach Bereitschaftsdiensten frisch machen möchten. Mitunter ist das Personal-WC räumlich in den Bereich des Patienten-WCs integriert. So wird jeder Gang der Praxismitarbeiter zur Toilette zum Schaulaufen vor der Wartezone. Nicht immer ist das baulich und strukturell anders zu lösen. Hin und wieder finden sich aber schon Möglichkeiten, die WC-Bereiche zu verändern bzw. zu verlagern.

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Holger Brummer

Autor Holger Brummer schreibt als Unternehmer aus seiner Praxis für Praxen. Als Inhaber seines Unternehmens PraxenProfi® ist er Experte und Ansprechpartner rund um alle Fragen zu Standort, Errichtung, Entwicklung und Erhaltung von Praxen für Ärzte, Zahnärzte und Therapeuten.

06.09.2018 | Rubrik: Praxis Ausbau, Praxis Modernisierung , Praxis Umbau | 0 Kommentare

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